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Leinen/Labor

Die Ausstellung konzentriert sich auf traditionelle und nicht-traditionelle technologische Prozesse des Leinenspinnens, Beispiele des Webens, Strickens sowie des natürlichen Färbens und experimenteller Kreationen aus diesem Pflanzenmaterial.

Sie ergänzt die Ausstellung Tradition unkonventionell: Leinen und Hanf. Besucher beider Galerien erhalten so ein vollständiges Bild der Möglichkeiten der Verarbeitung und Verwendung von Flachs in der Vergangenheit und heute.

Die Methode des Anbaus und der Verarbeitung von Flachs ist dem Menschen seit der Jungsteinzeit bekannt. In der Vergangenheit wurde gesponnener Flachs fast in ganz Europa angebaut und war bis Anfang des 20. Jahrhunderts der Hauptbestandteil traditioneller Kleidung in der Slowakei.

Die Kuratoren der Ausstellung haben den Ehrgeiz, die breite Öffentlichkeit im Rahmen des ganzjährigen Themas von ÚĽUV, das Flachs, Hanf und Brennnessel ist, mit dem Prozess der Verarbeitung von gesponnenem Flachs vertraut zu machen und aufzuklären.

Die ausgestellten Objekte wie Schachtelhalme, Schachtelhalme und Kämme atmen die Vergangenheit und überraschen mit ihrer zeitlosen Schönheit und Funktionalität. Ein Beweis für die Sinnhaftigkeit einer Rückkehr zu den Wurzeln in Form von Design und gleichzeitig funktionalen Werkzeugen zur Verarbeitung von Flachs ist auch das Projekt Die Geschichte des Flachses, für das Vladimíra Maťaš beim National Design Award 2021 eine besondere Anerkennung für umfassende Forschung im Bereich Design und Handwerk erhielt. Sie ließ sich von ihrer Urgroßmutter inspirieren, die Flachs anbaute, brach, kämmte, spann, webte und daraus Haushaltsaccessoires oder Teile traditioneller Kleidung machte.

Die historischen Exponate werden durch aktuelle Arbeiten von Studierenden der Akademie der bildenden Künste in Bratislava ergänzt, die sich in ihren Arbeiten auf den Prozess der Spitzenherstellung, des Webens und des natürlichen Färbens von Leinen konzentrierten. Die experimentell aus Naturfasern hergestellten Materialproben der Autorin Zuzana Gombošová, die der Ausstellung vom Slovak Design Center zur Verfügung gestellt wurden, sind das Ergebnis des Projekts Plant Matters. Das Projekt konzentrierte sich auf die Bewertung der Verwendung von Pflanzenfasern aus der Slowakei für die Herstellung ausgewählter Arten von Biokompositmaterialien auf Basis von Bakterienzellulose.

Veranstaltungsort: Designstudio ÚĽUV, Dobrovičova 13, Bratislava
Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Freitag 12.00 – 18.00 Uhr, Donnerstag 12.00 – 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 19. Juni – 20. September 2024
Kuratoren: Radoslava Janáčová, Ingrid Ondrejičková