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Unausgesprochener Brief

Bei der Begegnung mit der Ausstellung von Paulina Masevnina und Adam Michálek werden Sie überrascht sein, im Freien zu sehen, was normalerweise in der Privatsphäre stattfindet

Stellen Sie sich das vor: ein Mann und eine Frau, die von roten Lichtern beleuchtet werden und Unterwerfung und Dominanz offenbaren. In Geschirren und Netzen gekleidet, bleiben sie meist still.

Mit langsamen Bewegungen wechseln sie verschiedene Positionen: Das ist schlicht amouröser Exhibitionismus, eine locker choreografierte Präsentation von Performern, die Spannungen zwischen sich selbst erzeugen und diese Spannungen dem Publikum und Fotografen gegenüber reflektieren, die allein durch voyeuristisches Betrachten und Aufzeichnen zu einem Teil der Performance werden.

Masevnina und Michálek betitelten den unausgesprochenen Brief als Hommage an Gaspar Noé und seine Arbeit mit Choreografie, Licht, Atmosphäre und einer fast drogenreichen Erfahrung.

Sie modellieren die Choreografie und das Bühnenbild in einen Raum, der ihre Bedürfnisse nach Intimität, Detail und Leidenschaft erfüllt. Das immer wieder verwandelnde Stück enthüllt Teile der Ex-Liebhaber des Künstlers, aktuelle Angelegenheiten, zukünftige Ehen.

Durch nur nonverbale Kommunikation lassen die Künstler dem Publikum Raum, das Stück auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrung und der Präsenz, die sie gemeinsam schaffen, zu interpretieren. Sie bringen ein Gefühl des Unglaubens, der verlorenen Verbindung zum Körper, des Verlusts der Sexualität und stellen eine Situation dar, in der der Körper die Sinnlichkeit ablehnt und zu einem Manifest im Raum wird, anstatt zu einem Objekt der Begierde.

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Seit 2017 porträtieren Masevnina und Michálek Intimität und Körperlichkeit, die aus ihrer ausdrucksstarken Stimme stammen, mutig, sich über bedingungslose Liebe, brennende Leidenschaft, romantische Beziehungen, Vergangenheit, sexuellen und verbalen Missbrauch, Vergewaltigung oder häusliche Gewalt zu öffnen — alles in einem unzensierten Strom von Emotion und Visualität.