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Je länger ich lebe, desto schöner wird das Leben

Leben, kreieren und reisen. Vielleicht könnten diese Worte verwendet werden, um den Hauptantriebsmotor (oder das Motto?) des Textilkünstlers Mária Fulková zu beschreiben.

Der Titel ihrer aktuellen Ausstellung Je länger ich lebe, desto schöner wird das Leben aus dem Text von F. L. Wright. Fulková hat sich Wrights Worte als Metapher ihrer anhaltenden Freude am Reisen angeeignet, die nicht darin besteht, das Ziel zu erreichen, sondern vor allem in den Menschen, denen sie unterwegs begegnet, in wechselnder Landschaft, in der Entdeckung des Unbekannten, das ihr neue Kraft verleiht. Ein weiteres bekanntes Zitat kommt mir in den Sinn: Wir reisen nicht, um dem Leben zu entfliehen. Wir reisen, damit uns das Leben nicht entgeht.

Die Attraktivität der Ausstellung wird durch das sensible Design von Palo Choma unterstrichen, das den intimen Raum der Galerie in ein kleines „Skizzenbuch“ verwandelt, in dem wir gemeinsam mit dem Autor eine Weile wandern können. Aber nur ein Finger auf der Karte.

Die Ausstellung ist Teil eines längeren Zyklus von Kammerausstellungen Think with Drawing mit dem Untertitel Drawing in Applied Art and Design, der 2022 von der NOVA Gallery, der ältesten Artgalerie der Slowakei, vorgestellt wird.

Mária Fulková als moderne Nomadin, die gerne neue Orte entdeckt, arbeitet und immer dort schafft, wo sie ist. Es ist extrem offen für neue Impulse und Möglichkeiten und hat kein Problem zu packen und unterwegs zu jeder Zeit. Meistens alleine, am besten mit dem Zug und leicht (mit dem wichtigsten im Rucksack). Auf ihren „Expeditionen“ ist sie bereit, nass zu werden, ein wenig zu erfrieren, den Boden zu berühren und zu spüren, wofür Künstler schon lange in die Welt hinausgehen: intensive Erlebnisse und vielleicht sogar ein besseres Selbstverständnis.

In den letzten zwei Jahrzehnten präsentiert uns Fulková ihre reisenden „Trajektorien“ auf elementarste Weise – durch Zeichnungen. In einer Zeit, in der die meisten von uns – Touristen des 21. Jahrhunderts, gedankenlos überwältigt mit Fotos von Smartphones ‚Erinnerungen, Fulková zeichnet seine Erfahrungen scheinbar anachronistisch – mit einem Bleistift oder Stift in kleinen Skizzenbüchern, die auf der Straße sind, ist eine permanente Ausrüstung. Dazu gehören Porträts zufälliger Passanten, Szenen aus Cafés, Bahnhöfen und Häfen, Bilder der fließenden Landschaft aus einem Zug oder Bus, Skizzen von verschiedenen besuchten Wohnungen oder Gebäuden.

Fulková manifestiert sich hier als ein sensibler Beobachter, der in der Lage ist, authentische Schnappschüsse und die Atmosphäre des Ortes, Verzauberung durch das städtische Leben und verschiedene menschliche Typen aufzuzeichnen. Der gegenüberliegende Pol sind minimalistische Skizzen von Naturlandschaften, deren Charakter sich mit wenigen Strichen in der zeichnerischen Abkürzung darstellen lässt.