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Textilmedium | Das Zusammenleben zweier Welten

Zwei textile Positionen, die dieses Medium in seinen diametral entgegengesetzten Möglichkeiten reflektieren

So konnte der Inhalt der Ausstellung im ÚĽUV Designstudio kurz beschrieben werden. Zwei Absolventen des Textilstudios präsentieren ihre Arbeiten in den Räumlichkeiten der Hochschule für Bildende Künste Bratislava.

Júlia Jurinová präsentiert die Ergebnisse ihres Promotionsprojekts Textile Object und seine Zwischenüberlappungen. Er ertränkt seine Augen in der Zukunft, in neue Technologien. Sie zeigt mehrere Wege digitalisierter Prozesse in der Textilproduktion auf. Eine davon ist ihre Sammlung von Textilobjekten, die sich der digitalen Fertigung mittels 3D-Druck auf Textilmaterial annähert.

Jurinová bewertet hier die visuellen Möglichkeiten des aktiven Gewebes, seine Fähigkeit, sich selbst zu dreidimensionalen Kompositionen zusammenzusetzen. Ein interessanter Teil ihrer vorgestellten Arbeiten ist der Taftteppich Vector Fields, der das Ergebnis eines generativen Designprozesses ist. Es präsentiert auch ein tragbares interaktives Objekt Distanz – Dissonanz mit elektronischen Sensoren und anderen Projekten. Ihre Forschung sucht nicht nur nach neuen ästhetischen Ansatzpunkten, sondern vor allem nach konkreten Lösungen für die Umweltkrise durch digitale Werkzeuge, Technologien und Kreationsprozesse.

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Diana Bilichenko stellt ihre Masterarbeit vor, mit der sie sich der Vergangenheit zuwendet. Die Autorin kommt aus der Ukraine und reflektiert in ihrem Werk das Verhältnis zu ihrer nationalen Kultur und Natur. Es sucht eine Verbindung zu dem, was unsere Wahrnehmung, Ästhetik oder Erfahrung seit der Antike geprägt hat. Sie versteht die Rückkehr zu den Wurzeln buchstäblich. Durch kontrollierte Kultivierung unterordnet sie die Natur und schafft Strukturen aus Wurzeln, die Textilfragmente überwachsen.

Textilien werden mit verschiedenen historischen Techniken wie Kleben, Sticken und Weben hergestellt. Gleichzeitig tragen sie magische Symbole aus der Antike. Bilichenko verbessert bewusst den allmählichen Zerstörungsprozess ausschließlich natürlicher Materialien. Mit seinem fragilen Werk verweist er auf das Ausufern von Gewohnheiten, menschliche Existenz, Erinnerung, Kunst. Sie zwingt uns, unsere eigenen Werte zu reflektieren und zu überdenken.

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