Michaelertor

Das elegante Zwiebelturmdach des Michaelertors ist eines der Wahrzeichen der Stadt Bratislava.

Das Tor aus dem 14.Jh. gilt als das einzige erhaltene Tor der Stadtbefestigung und beherbergt heute das Waffenmuseum. Das Dach des ursprünglich gotischen Turmes, Mitte des 14. Jahrhunderts gebaut, wurde zwischen 1753 und 1758 im barocken Stil umgebaut, so wie er noch heute zu bewundern ist. Der 51 Meter hohe Turm hat sieben Stockwerke. Auf der Turmspitze befindet sich eine Statue des Erzengels Michael, wie er einen Drachen erschlägt.

Von der oberen Terrasse des 51 Meter hohen Turmes über dem Michaelertor kann man sich über einen bezaubernden Panoramablick auf die Burg, die Altstadt, Dächer und Türme der Stadt sowie in ein auf den hügeligen Ausläufen der Kleinen Karpaten gelegenes Villenviertel freuen. Die Stadt hatte ursprünglich vier Stadttore, wobei alleine das nördliche bis heute steht. Den Namen bekam es nach der Michaelskirche. Diese stand vor der Stadtbefestigung, wurde jedoch in den Zeiten der türkischen Belagerungen im 16.Jh. abgerissen. Das Michaelertor wurde mehrmals umgebaut und sein heutiger Baustil entspricht den Plänen aus dem 18.Jh. Kurz darauf wurde fast die gesamte Stadtbefestigung abgerissen.

Der Eingang zum Turm führt über das Waffenmuseum; werfen Sie einen Blick auf die Kanonen-Nachbildung seitlich des Torbogens. Das Museum kann man täglich außer montags zwischen 10.00 – 17.00 Uhr, samstags und sonntags zwischen 11.00 – 18.00 Uhr besuchen. Mehr Informationen erhalten die Besucher im Internet unter www.muzeum.bratislava.sk.

Wir empfehlen: Das schmalste Haus Europas, das in Bratislava steht

Rechts vorm Durchgang des Michaelertors schmiegt sich ganz eng an den Michaeler Turm das Haus Nr. 15. Mit seiner Breite von 1,3 Meter gilt es als das vermutlich schmalste Haus europaweit und sicherlich als das schmalste Haus in Bratislava. Unter dem Tordurchgang  ist der Null-Kilometerstein, welcher die Entfernung von Bratislava zu 29 Hauptstädten der Welt aufzeigt. Zu finden sind dort Metropolen aus Europa und der Welt.  

Sehenswert ist auch der unweit des Michaelertores platzierte Pranger – ein Käfig zum Stehen. Das mittelalterliche Rechtswesen war gnadenlos. Die Stadtrichter waren zugleich Mitglieder des Stadtrates, welche sich bei den Prozessen, Ermittlungen und Rechtsprechungen abwechselten. Sie trafen Urteile über alle Straftaten, selbst über die kleinsten wie – kleine Diebstähle, nächtliches Randalieren, Lästern aber auch Prostitution. Solche Ehrenstrafen musste in Bratislava der Bestrafte meistens in einem Käfig der Schande erdulden. Um die Strafe noch wirksamer zu machen, wurden die Strafen sonntags, an Festtagen oder an dem Tag des Mittelaltermarktes auferlegt, also zum Zeitpunkt wenn in der Stadt viel Volk unterwegs war. Die erste schriftliche Erwähnung über den Käfig gibt es aus dem Jahr 1415. Damals stand er neben dem Rathaus. Anfang des 16.Jh. wurde der Käfig auf den Franziskanerplatz neben den Brunnen verlegt. Erst im Jahr 1592 wurde er beseitigt. Bald darauf hat man aber einen neuen Käfig vor das Michaelertor hingestellt. Denn während der Bestrafte in dem Alten sitzen konnte, wurde er hier angefesselt und der Spuke und den Schmähungen der Passanten ausgeliefert. Um die Füße hing man ihm eine schwere Kugel. Heute kann man diesen Pranger vor der alten Steinbrücke vor dem Michaelertor sehen. Der Käfig selbst trägt noch einige ursprüngliche Renaissance Verzierungen und Scharnieren.  Die Brücke ist die älteste in der Stadt und wurde über den Stadtgraben gebaut. Heute vermittelt sie ein romantisches Flair in Bratislava.

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