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Jüdische Bratislava

Bratislava war ganze Jahrhunderte lang bedeutendes Zentrum des jüdischen Lebens und Bildung. Die Geschichte der Juden in der Stadt wich leider den Tragödien nicht aus, gleich ob in Form deren Vertreibung, Umkommens während Holocaust und Zerstörung des jüdischen Erbe zur Zeit des kommunistischen Regimes.

Bis heute erinnern in der Stadt viele Gebäude, Straßen oder Denkmäler an die jüdische Bevölkerung und deren Kultur, welche in sich ein Stück der Geschichte verbergen. Wissen Sie, wo sich das versteckte Tor der Synagoge aus dem 14.Jahrhundert befindet oder wo der Weltmeister im Ringen wohnte?  Erkennen Sie die bedeutendsten, die sich mit der jüdischen Kultur verbinden:


Chatam Sofér Denkmal

Das Denkmal des berühmten jüdischen Gelehrten Chatam Sofér (1762-1839). Neben seiner Gruft befinden sich hier weitere 22 Gräber der bedeutenden Persönlichkeiten der jüdischen Kommunität.

Wo: Nábrežie armádneho generála Ludvika Svobodu 20

Synagoge

Letzte erhalten gebliebene Synagoge wurde in den Jahren 1923-1926 nach den Projekten des Architekten Artur Szalatnai-Slatinsky erbaut. Die Synagoge präsentiert sich in der Frontseite der Straße durch monumentale Kolonnade mit sieben Säulen. Im Interieur vereint sich eine Stahlbetonkonstruktion mit zeitgemäßen kubistischen Details mit historisierenden Elementen. Die Synagoge hat Räumlichkeiten zum Studium, sowie auch für kleinere gesellschaftliche Versammlungen und selbstverständlich auch Garderoben und Toiletten. Die Synagoge dient bis heute ihrem ursprünglichen Zweck. Im Areal werden allmählich einige Gedenktafeln gewidmet der Erinnerung an die Holocaustopfer, angebracht.

Wo: Heydukova 11

Das Jüdische Kommunitätsmuseum

Das Jüdische Kommunitätsmuseum widmet sich der Geschichte und Kultur der jüdischen Kommunität in Bratislava und Region. Ständige Exposition „Juden in Bratislava und deren Erbe“ wurde im ersten Geschoss der Synagoge installiert, welche bis heute als Ort der jüdischen Gottesdienste dient.

Wo: Heydukova 11-13

Mittelalterliches Ghetto

In Bratislava befand sich im 13.-14.Jahrhundert das Jüdische Ghetto. Damals konnten die Juden auf dem Gebiet der freien königlichen Stadt, befestigt durch Bollwerke, leben. Den ursprünglichen Teil des mittelalterlichen Bollwerkes finden Sie bis heute zwischen dem Kloster und den Eingängen in das ehemalige Kaufhaus Dunaj und Kulturministerium.

Wo: Nedbalova

Museum der Jüdischen Kultur

Die Aufgabe des Museums ist die jüdische Kultur und Kunst in der Slowakei aufzubewahren und zu propagieren. Die Tätigkeit des Museums orientiert sich auf die Präsentation der geistigen und materiellen jüdischen Kultur und Dokumentation von Holocaust in der Slowakei. Sie bestrebt sich die dreidimensionale Judaika und sonstige Dokumente vor Vernichten, Vergessen oder Ausfuhr ins Ausland zu schützen.

Wo: Židovská 17

Portal der mittelalterlichen Synagoge

Versteckter Ort ist das gotische Eingangsportal – einziges erhaltenes Relikt von der mittelalterlichen Synagoge in Bratislava. Diese wurde schon im Jahr 1335 erwähnt, wann Benedikt XII. den Erzbischoff von Gran informierte, dass sich die Zisterziensermönche über den störenden Lärm aus dieser Synagoge beklagen. Im Jahr 1360 wurden die Juden zum ersten Mal aus Bratislava vertrieben und die Synagoge wurde in Fronleichnamskapelle unbenannt.

Wo: Panská 11

Holocaust-Denkmal

Memorial erbaut im Jahr 1996 zum Andenken von 105 000 Holocaust- Opfer aus der Slowakei verbindet zwei Andenken, das einzige Holocaust und neologische Synagoge. Den Bestandteil des Denkmals bildet die Plastik des David-Sternes und schwarze Silhouette der zerstörten Synagoge.

Wo: Rybné námestie

Židovská Straße

Der einzige Ort, wo sich die Juden niederzusetzen durften, war Židovská Straße, bekannt als auch Judengasse. Es handelte sich um kein Stadtgebiet, sondern um Schlossgrund und seine Bewohner waren Untertanen. Die Pálffys erlaubten den Juden sich hier im Jahr 1599 niederzusetzen und bis zum Jahr 1840 durften sie nur auf dieser Straße wohnen. Die Straße hatte zwei Tore, welche nachts von den Stadtwächtern geschlossen wurden. Nach der Annahme des Gesetzes Nr. XXIX im Jahr 1840, welches den Juden die Residenzfreiheit brachte, siedelten die prosperierenden jüdischen Familien in andere Stadtteile um. Der Brand im Jahr 1913 verursachte den Verfall dieses Stadtteiles und sein definitives Ende war der Aufbau der Brücke SNP in den sechziger Jahren.

Wo: Židovská Straße

Bethaus „Sedmička“

Mit diesem Namen bezeichneten die Juden das Bethaus im Gebäudeerdgeschoss auf der Straße Kapucínska, bis zu Ende der fünfziger Jahre. Außerdem wurde das Haus auch dadurch bekannt, dass dort der Weltmeister im Ringen Dávid Unreich, bekannt auch unter dem Namen Ben Shalom, lebte. Seine beiden Eltern starben in Auschwitz. Unweit des Hauses befinden sich Denkmäler mit deren Namen.

Jeschiwa in Bratislava

Wussten Sie, dass in Bratislava eine der bedeutendsten Institutionen der jüdischen Bildung war? Jeschiwa in Bratislava, bekannt auch als Pressburger Jeschiwa, führten Chatam Sofer und folgend drei Generationen seiner Nachkommen. Das Herz von Jeschiwa war sog. Šiurštube (Hörsaal), wo Tagesstudium und Gebete statt fanden. Das Gebäude wurde in den 60.Jahren des 20.Jahrhunderts abgerissen und heute steht hier ein Wohnhaus. Die Tätigkeit der Pressburger Jeschiwa wurde in Israel aufgenommen.

Orthodoxer Friedhof

Ein Ort, wo bedeutende orthodoxe Rabbiner von Bratislava beerdigt sind, unter denen auch der Sohn und Enkel von Chatam Sofer, liegt auf dem Abhang über Donau. Interessanter Teil des Friedhofs ist das Trauerhaus. Das Interieur der Zeremonienhalle ist ohne Verzierung mit Terrazzobelag mit schwarz-weißem Schachbrettmotiv.

Wo: Žižkova 36

Mehr Informationen über Denkmäler, Geschichte und jüdische Kommunität finden Sie unterwww.jewishbratislava.sk

Extra Typ: Möchten Sie so viel wie möglich über die jüdische Kultur in Begleitung vom Experten erfahren? Probieren Sie die Besichtigung  Židovská Bratislava.

Bratislava CARD

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