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Bratislava in 2 Tagen für Erstbesucher

Das erste Mal in Bratislava? Eine gute Wahl. Wir haben einen Zweitages-Reiseplan in entspanntem Tempo zusammengestellt. Kein Hetzen, keine Checkliste mit Pflichtsehenswürdigkeiten. Nur das Beste, was Bratislava zu bieten hat.

TAG 1: Die Altstadt und ihre Geheimnisse

Starten Sie den Morgen langsam. Suchen Sie sich eines der Cafés in der Altstadt, bestellen Sie Frühstück und genießen Sie Ihren Kaffee.

Dann geht es zu Fuß los. Erste Station ist das Michaelertor, das einzige erhaltene Stadttor der ursprünglichen Befestigungsanlage, das seit über 700 Jahren steht. Unter dem Tor befindet sich der Nullkilometerpunkt mit den Himmelsrichtungen, der die Entfernungen zu europäischen und Weltmetropolen von Bratislava aus anzeigt. Gehen Sie hindurch und lassen Sie sich ohne Karte durch die Gassen treiben.

Nehmen Sie sich unterwegs Zeit für die Blaue Kirche in der Bezručova-Straße. Der charakteristische blaue Putz und die blau glasierten Dachziegel stehen in auffälligem Kontrast zur umliegenden Bebauung und machen sie zu einem der fotogenischsten Orte der Stadt. Auf dem Hauptplatz halten Sie beim Maximilian-Brunnen und dem Alten Rathaus inne.

Mittagessen in einem der Restaurants in der Altstadt. Im Sommer sind die Terrassen voll und die Auswahl groß. Am Nachmittag geht es zur Burg Bratislava. Der Aufstieg zu Fuß vom Zentrum dauert etwa 15 Minuten und der Blick auf die Donau, Petržalka und die ganze Stadt ist jeden Schritt wert. Das Museum ist täglich außer dienstags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Wer möchte, kann die Ausstellungen erkunden. Wer nicht, setzt sich einfach auf den Burghof und genießt das Panorama und den Barockgarten.

Der Abend gehört dem Flussufer. Schlendern Sie entlang der Donau, wählen Sie eine Terrasse und genießen Sie das Abendessen oder entdecken Sie, was man abends in Bratislava unternehmen kann.

TAG 2: Jenseits der Touristenpfade

Starten Sie den zweiten Tag im Medizinischen Garten, einem beliebten öffentlichen Park im Herzen Bratislavas, der im Sommer von 7:00 bis 21:00 Uhr geöffnet ist. Morgenkaffee in der Hand, eine Bank im Schatten und kein Stress. Ein guter Anfang.

Der Vormittag gehört die Kathedrale des Heiligen Martin, der Krönungskirche der ungarischen Könige, gefolgt von den versteckten Innenhöfen der Altstadt, an denen die meisten Touristen einfach vorbeigehen. Der Innenhof der Stadtgalerie Bratislava im Mirbach-Palais ist ein stilles Refugium inmitten des belebten Zentrums.

Zum Mittagessen probieren Sie eines der Restaurants abseits der Haupttouristenstraßen. Eine Straße weiter und die ganze Atmosphäre verändert sich.

Mirbachov palác

Am Nachmittag geht es zum Slavín. Das Denkmal ist ganzjährig und rund um die Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos und der Blick von hier gehört zu den schönsten in Bratislava. Die meisten Touristen finden ihn nie. Auf dem Rückweg durchqueren Sie den Horský Park, einen ruhigen Waldpark, der sich direkt oberhalb der Stadt erstreckt.

Reservieren Sie den letzten Abend für einen Spaziergang entlang der Eurovea-Uferpromenade, wo das moderne Bratislava auf die Donau trifft. Der Blick auf die Burg beim Sonnenuntergang ist der perfekte Abschluss des Wochenendes.

So kommt man in Bratislava herum

Das Zentrum ist klein und vollständig zu Fuß erkundbar. Für den Großteil des ersten Tages brauchen Sie nichts weiter als bequeme Schuhe. Den Slavín erreichen Sie mit der Buslinie 147 direkt vom Zentrum aus. Wer die Stadt per Fahrrad erkunden möchte, findet in Bratislava ein ausgedehntes Radwegenetz, darunter eine Route entlang der Donau, auf der man stundenlang gemütlich radeln kann. Für den öffentlichen Nahverkehr lohnt sich der Kauf einer 24- oder 72-Stunden-Karte, die günstiger ist als Einzelfahrscheine.

Wussten Sie, dass…

Bratislava ist die einzige Hauptstadt der Welt, die an gleich zwei andere Länder grenzt, Österreich und Ungarn. Nach Wien ist man von hier aus mit dem Zug in weniger als einer Stunde. Das Michaelertor, durch das Sie am ersten Tag gehen werden, steht seit dem 14. Jahrhundert an derselben Stelle und wurde nie abgerissen. Und der Sad Janka Kráľa in Petržalka, wo Sie vielleicht einen Morgenkaffee trinken, ist der älteste öffentliche Park in Mitteleuropa, älter als viele Parks in London oder Paris.

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